Donnerstag, 21. Februar 2019

Vietnam 12. Tag, Cao-Dai Tempel, Mekong Delta

Heute ging unsere Tour in südwestliche Richtung in die Nähe zur kambodschanischen Grenze. Nach mehreren Fahrstunden mit dem Auto erreichten  wir den Cao-Dai Tempel. Wunderschöner Tempel im dem u.a. Buddhismus, Hinduismus und sogar Christliche Glaubensrichtungen vereint sind. Eine spez. Religionsgemeinschaft hatte dort Jahrhunderte eine Art Vatikanstaat aufgebaut.
Danach ging die Fahrt weiter mitten ins Mekong Delta zu der Stadt Cai-Be der als Startpunkt für die Fahrt mit einem Sampans (ein für Vietnam traditionelles Boot) dient. Die Fahrt ging dann erst einmal über den Mekong, dessen Quelle im Himalaja liegt und der sechst größte Fluss der Welt ist.
Danach bogen wir ab und befuhren einige Nebenarme dieses von unzähligen Kanälen durchsetzen Fluss-Deltas.
Wir hatten sogar Fahrräder mit auf dem Boot und konnten uns mit den Rädern auf einer Insel das einfache Leben der Bauern und Händler anschauen.
Zwischenzeitlich mussten wir sogar unser Boot, bedingt durch niedrigen Wasserstand, verlassen und auf Ruderboote umsteigen, um die Strecke zu überwinden.
Alles in allem ein schöner, langer Tag, der uns wiederum sehr viele neue Eindrücke vom Leben im Vietnam brachte.
 
Cao-Dai Tempel

Sampans (trad. Boot)

Schwimmende Märkte

kath. Kirche im Hintergrund

Leben am Mekong

Schnapsherstellung

Mekong

Wohnen am Mekong

Seitenarme des Mekong

Herstellung von Reisblättern

Dachdeckerbetrieb für Schilfdächer

Sampans und Ruderboot

Bootsführer

Leben am Fluss

Fischer

Mittagessen

Transport mit lebenden Fischen
 

Mittwoch, 20. Februar 2019

Vietnam 11. Tag, Cu-Chi Tunnelsystem

Heute ging unsere Reise in nordwestliche Richtung nahe der kambodschanischen Grenze. Unweit davon gelegen, mitten im Dschungel, ist die Region Cu-Chi. Dort lieferten sich im Vietnamkrieg die Amerikanischen Streitkräfte mit den Vietcong Partisanen (örtl. Widerstandskämpfer) einen unerbittlichen Kampf. Die von den Waffen her völlig unterlegenen Vietcong bauten unter anderem Fallen und Gruben und legten überall selbstgebaute Minen aus. Um dem Luftkampf  nicht völlig ausgeliefert zu sein, bauten sie ein Tunnelsystem.
Diese Tunnel wurden im Lehmboden von Hand gegraben. Es entstand ein faszinierender und eindrucksvoller Nachlass. In unfassbaren 250 km (kein Schreibfehler) mit sich verbundenen Tunneln  lebten und versteckten sich die Vietcong.  Es gab mehrere Ebenen bis zu 10 m Tiefe. Belüftungen aus Bambusrohren und raffinierten Abluftschächten machten sie fast unsichtbar. Kleine Löcher im Boden dienten als Einstieg für 80 cm hohe und 40 cm breite Schächte.
Dieses Tunnelnetz ist der größte von Menschhand geschaffene Anlageverbund der Welt.
Wir waren in der für Besucher freigegebenen Ben Dinh Sektion. Man konnte Außenanlagen, Küchen, Kommandozentralen und vieles mehr besichtigen. Der Höhepunkt allerdings ist das Hineinkriechen in den inzwischen für Besucher ausgebauten Eingang und den etwas vergrößerten Schacht (ca. 100 cm hoch und 60 cm breit). Ein wahrlich beklemmendes Gefühl, mehrere Meter unter der Erde durch einen Lehmboden zu kriechen (bis zu 100 m weit möglich).
Auf den Fotos ist es, bedingt durch den Blitz, hell und stellt die Wirklichkeit nur sehr bedingt dar. In Wirklichkeit hatten wir kaum Licht und konnten nur durch mickrige Beleuchtung und Taschenlampenlicht etwas erkennen. Das war wirklich nichts für Klaustrophobiker (Menschen mit Platzangst), so eine lange Strecke durch den Lehmboden zu kriechen.
Wir haben tief durchgeatmet und uns dieses einzigartige Erlebnis getraut. Es war ein unvergessliches Abenteuer.
An dieser Stelle ein Lob an unseren deutschsprachigen einheimischen Guide, Namens Hoan (den ich allerdings Schäng taufte), der uns auf unserer Privattour, mit nur 6 Personen begleitet. Er ist so lustig und glänzt wirklich mit seinem Fachwissen.
Wir freuen uns schon auf morgen, wenn wir mit ihm den ganzen Tag ins Mekongdelta fahren.
 
Am Nachmittag, besuchten Petra und ich noch das Historische Museum von Saigon, das sensationelle Ausstellungsstücke aus allen geschichtlichen Epochen beheimatet.
 
Dschungel an der Kambodschanischen Grenze
 
 
 

von oben nach unten gewachsene Wurzel eines Baumes
Saigon River
Tunneleinstieg

 

Belüftungen des Tunnelsystems
Oberste Ebene 2 m unter der Erde

 
Hinein ins Vergnügen



Enge im Schacht

Küche


Abluftsystem für die Küche
Eingänge ins Tunnelsystem

klitschnass geschwitzt beim Ausstieg
Fallen der Vietcong


Hoan (Schäng), unser Guide
Im Hist. Museum von Saigon
 

Dienstag, 19. Februar 2019

Vietnam 10. Tag, Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

Saigon, die Stadt voller Gegensätze, die Stadt des Aufbruchs und der Veränderung. Zum einen stehen Luxus Häuser  neben heruntergekommenen Mietshäusern. Man hört traditionelle Musik und nebenan dröhnt Disco-Musik aus Boxen. Hier die Garküche und da ist das noble franz. Restaurant.  Da sind die Banker mit dem Handy in der Hand und eine Straße weiter wühlen Bettler im Müll. Überall wird abgerissen und neu gebaut, das ist die Zukunft Saigons.
Man muss einfach alles aufnehmen und dieses organisierte Chaos als Europäer versuchen, zu verstehen.
Für uns standen heute natürlich die obligatorischen touristischen Ziele, bei rund 35 Grad,  auf dem Programm. Wir waren zu Fuß unterwegs (ohne überfahren zu werden natürlich) und haben natürlich auch einige interessante Ecken der Stadt entdeckt.  
Das franz. Viertel, der Tao-Dan Park und das Kriegsmuseum waren u.a. unsere Ziele.


City Hall

Oper v. 1899

Blick auf den Bitexo Tower, 252 m Hoch

 
Hauptpost, v. 1886-1891
Palast der Wiedervereinigung

Kathedrale Notre Dame v. 1877-1883

 

Mittagspause in Saigon

Verkehrslage


Straßenrestaurant

Tempel im Tao-Dan Park
 
Tempel im Tao-Dan Park
 

Fabelwesen im Tempel


Mittagessen in dem Straßenrestaurant

Garküchen

Kriegsmuseum

Kriegsmuseum

Kriegsmuseum

Wem es gefällt...….

Gegensätzliche Bauten

Bier Pause