Samstag, 28. Juni 2008

Frechen, den 28.06.08


Amtsanmaßung oder einfach nur "Dr. Brinkmann-Syndrom"



Einer meiner Lieblings-Krankenpfleger - Marko - wollte einmal Arzt spielen. Die entsprechende Maskierung war schnell zur Hand - gott sei Dank durfte er bei mir nicht operieren. (Nichts für ungut Marko).



Ansonsten vollzieht sich meine Genesung in kleinen Schritten. Ich habe gestern erfahren, dass ich doch noch mindestens 4 Wochen im KH bleiben muß. Ich darf seit 2 Tagen zweimal täglich aufstehen und für ein paar Minuten den Gang entlang "schleichen". Den ersten Tag mit einem Laufgerät und seit gestern an Gehhilfen (Krüken). Ich kann nur sagen = echt harte Arbeit. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie 4 Wochen strenge Bettruhe es schaffen, einem die Kraft aus dem Körper zu ziehen. Wieder eine Erfahrung mehr.



Heute war ich das erste Mal seit 4 1/2 Wochen mit Petra als Begleitung 5 Minuten vor der Tür und konnte mal wieder normale Luft atmen. Wie man sich doch an kleinen Dingen erfreuen kann. Danach hatte ich das Gefühl, ich wäre einen Halbmarathon gelaufen. Ich kann lediglich mein rechtes Bein benutzen, das linke darf die nächsten 6 Wochen nicht belastet werden. Wenn dies dann soweit ist, kann ich erst in die Rehaklinik. Ich habe jetzt langsam einen Klinikkoller, aber was muss, das muss!!!



Gott sei Dank habe ich hier eine gute und sehr nette Betreuung, alle geben sich viel Mühe, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. An dieser Stelle (an alle Krankenschwestern und Pfleger, die ganz "zufällig" auf dieser Seite landen) einen großen Dank.



Petra (im Auftrag von Dimi)

Sonntag, 22. Juni 2008

Frechen, den 21.06.08



Heute habe ich netten Besuch von Tanja Wihl bekommen. Dies hatte auch eine therapeutische Wirkung. Sie brachte mir ihren Hund Hera in Plüschform mit, um mir die Angst vor Hunden zu nehmen, hihi. Wie man sieht, ist ihr das auch gelungen.

Tanja, ich habe mich sehr über Deinen Besuch gefreut, vielen Dank.



Dimitri

Samstag, 21. Juni 2008

Frechen, den 19.06.2008



Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich so schnell fit bin, dass ich bald an der "Stange tanzen" kann. Doch dem ist leider nicht so. Also muss ich mich damit begnügen, mit der Stange physiotherapeutisch zu arbeiten, zur Belustigung meines Kumpels Franz, der gleich auch wieder seine Kamera zur Hand hatte.

Meine Physiotherapie hat seinen Endpunkt erreicht, mehr geht in meinem jetzigen Zustand nicht. Die Ärzte haben wir in Aussicht gestellt, dass ich nächste Woche Mittwoch endlich aus diesem Bett herauskomme, d.h. ich werde langsam mobil gemacht.

Wer mich kennt, weiß, dass ich es kaum erwarten kann.

Ansonsten gibt es nichts Neues, bis auf dass ich Gewicht verloren habe (was bei meiner Statur natürlich nicht so toll ist) und meine Muskeln schwinden. Ich warte jetzt auf die Überführung in die Rehaklinik, wo ich dann alles wieder aufbauen kann. Warten wir es ab.


Gruß Dimitri (geschrieben von Petra

Sonntag, 15. Juni 2008

Frechen, den 14.06.2008



Heute hatte ich eine weitere Operation = die "Operation am offenen Haar".


Da ich inzwischen aussah wie einer Berner Sennenhund und ich ja überhaupt nicht eitel bin (wie hat mein Bettnachbar Heiko mich vor ein paar Tagen genannt ? Ich glaube es war so etwas wie "eitler Fatzke") kam netterweise meine Friseurin Sandra und hat mich von meinem Pelz befreit. Mein Freund Franz war sofort mit Kamera zur Stelle um diesen "befreienden Moment" im Bild festzuhalten. Danke schön.

Ansonsten geht es mir den Umständen entsprechend gut. Ich kann seit gestern mein linkes Bein aus eigener Kraft anheben, obwohl dieses noch taub ist. Nervenstränge verzeihen so eine OP eben nicht so schnell, da sind diese sehr nachtragend. Aber das wird im Moment von einem Neurologen behandelt. Ich mache jeden Tag fleißig meine Übungen, meine Physiotherapeutin Kathrin ist sehr zufrieden mit mir. Hier im KH habe ich die Möglichkeit, eine Charaktereigenschaft, die bei mir nicht so stark ausgebildet ist, zu stärken = Geduld.


Petra (im Auftrag von Dimitri)

Freitag, 13. Juni 2008

Frechen, den 13.06.2008

Inzwischen geht es mir etwas besser.
Wie man mir immer wieder seitens der Ärzte versichert, ist die Operation gut verlaufen. Ich bekomme auch sehr viel Besuch, nicht zu vergessen, die vielen Anrufe. Auch mein ehemaliger Bettnachbar Michael, der leider seit seiner Entlassung unter einer Thrombose leidet, meldet sich regelmäßig, um zu erfahren, welche Fortschritte ich mache. Für Dich, lieber Michael, auch alles Gute.
Ich bekomme täglich, manchmal auch 2 x am Tag, Physiotherapie, die zwar sehr anstrengend ist, aber sehr gut tut. Meine Muskeln müssen am Laufen gehalten werden. Jetzt muss ich noch ca. 1 1/2 Wochen streng liegen, dann hoffe ich, dass wir mit den Laufübungen beginnen können. Dann wird es spannend. Schaun mer mal.
Petra (im Auftrag von Dimitri)

Sonntag, 8. Juni 2008

Frechen, den 08.06.2008


Hallo, Ihr Lieben,


bin am Mittwoch operiert worden und wie der Hauptfeinmechaniker (Prof. Dr. Tsironis) gesagt hat, war die Operation eine Herausforderung sogar für ihn und hat ihm sehr viel Spass gemacht. Na denn!!!! Die haben 6 1/2 Stunden an mir herumgeschraubt und Platten eingesetzt. Petra hat die Bilder gesehen und meinte, es sieht aus, als wenn ich Fahrradketten im Becken hätte. Wenn es denn hält, soll es mir egal sein.

Gott sei Dank hatte ich einen tollen Bettnachbarn (Martin, siehe Foto), der trotz eigener Schmerzen (4facher Mittelfußbruch) immer ein aufbauendes Wort für mich hatte. Das hat mir wieder gezeigt, dass nicht nur Sport gefährlich ist. Er wollte sich nur ein Feierabendbier aus dem Keller holen und hat die letzte Stufe übersehen. Auf diesem Wege alles Gute für Dich und gute Besserung, Martin.

Ansonsten geht es mir den Umständen entsprechend gut. Die pumpen mich hier mit Drogen voll, damit die Schmerzen erträglich sind und für die psychologische Komponente ist mein Schatz Petra zuständig. Sie schafft es immer wieder, mich aufzubauen. Das ist nicht so einfach. Aber jeden Tag geht etwas aufwärts.

Ich muss jetzt noch 3 Wochen strikte Bettruhe einhalten, danach werden Gehübungen durchgeführt, die nochmals ca. 2 -3 Wochen dauern, danach komme ich in die Rehaklinik. Schaun mer mal.


Lg. Dimitri

Sonntag, 1. Juni 2008

Frechen, 01.06.08



Hallo, Leute,


ich liege jetzt hier bewegungsunfähig im Krankenhaus und warte auf meine OP, die definitiv am Dienstag stattfindet.


Auf diesem Wege wollte ich mich nochmals für die vielen Besuche und vor allem die telefonischen und emailmäßigen Genesungswünsche bedanken.


Ich werde hier gut versorgt (weniger von den Krankenschwestern, die zwar ihr Bestes tun, aber Dank der Gesundheitsreform wenig tun dürfen), sondern mehr von Petra, die mich jeden Tag fürsorglich pflegt, umsorgt und vor allem aufmuntert, damit ich die Schmerzen zumindest tagsüber vergesse.


Besonders hat mich der gestrige Besuch von zwei Freunden aus der Schweiz gefreut, die unbedingt vor Antritt ihrer einjährigen Weltreise bei mir den ersten Stopp eingelegt haben. Vielen Dank, wir hatten viel Spass.


Ich halte Euch auf dem Laufenden, drückt mir die Daumen für Dienstag. Wir hoffen, dass ich wiederhergestellt werden kann, was sich leider erst am Tag der OP herausstellt.