Sonntag, 24. Februar 2019

Vietnam Reise, Resümee und Kontakte

Vietnam muss man gesehen haben...……..um es zu glauben!
 
Ein Land im Umbruch und im Aufbruch. Ein Land mit einer faszinierenden  Natur und Geschichte. Ein Land, dass Jahrhunderte mit Krieg und Kolonalmächten zu kämpfen hatte. Ein Land mit unglaublich positiven und sympathischen Menschen.
Vietnam hat sich nicht von China, Japan, der Mongolei, Französien (wie  unser Guide Hoan immer sagte) und Amerika unterkriegen lassen.
Der Buddhismus lehrt: Immer nach vorn schauen und nie zurück.
Und das spürt man in jedem Winkel des Landes.
 
Nach völliger Armut und Isolation erlebt Vietnam seit den 90er Jahren einen stetigen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung. Exporte von Kaffee, Pfeffer, Reis und vielen anderen Dingen steigert die Wirtschaftsleistung enorm. Investitionen und der Tourismus aus vielen Ländern verhelfen zu vielen Arbeitsplätzen. Samsung hat in Vietnam das größte Werk des Konzerns gebaut. Sogar mein Gleitschirmhersteller Advance lässt die Schirme dort nähen. Viele Bautätigkeiten in den Städten Hanoi und Saigon sind an jeder Ecke zu sehen. Hochhäuser und Hotels sprießen wie Pilze aus dem Boden. Japan baut gerade ein U-Bahn-Netz in Saigon.
 
Es tut sich was in Vietnam und das haben diese wunderbaren Menschen mehr als verdient!
 
Unsere Tour war natürlich gespickt mit einigen Sehenswürdigkeiten des Landes, aber was uns enorm begeistert hat, ist das Leben in Vietnam zu spüren, an jeder Stelle etwas Skurriles und Interessantes zu entdecken.
Über die Natur und Kultur haben wir ja schon in den einzelnen Posts berichtet, deshalb an dieser Stelle noch ein paar andere Dinge, die uns einen Kommentar wert sind.
 
Allein das vielfältige gute Essen ist eine Reise wert. Ein Vietnamese isst dreimal am  Tag warmes Essen, und weiß gutes Essen zu schätzen. Wir haben uns selbst durch die Street-Food-Szene gegessen und waren überrascht, dass es in den einfachsten Straßenrestaurants hervorragendes Essen gab, und das in einer Preisklasse von meist 1 Euro (wir hatten max. 4 € für ein Essen ausgegeben). Bier war zwischen  11 Cent und 1 € für den halben Liter zu bekommen. Cocktails kosteten meist knapp 2 €.
 
Auch der Straßenverkehr ist noch einmal hervorzuheben. Bei allen Reisen in viele Länder der Welt  haben wir so etwas noch nicht gesehen.  Vor allem Hanoi (7 Millionen Einwohner) und Saigon (13 Millionen Einwohner) sind überflutet mit Fahrzeugen und Motorrollern, allein in Saigon sind 7 Millionen Motorräder registriert.
Für uns Europäer ein völliges Chaos: Es gibt scheinbar keine Regeln im Straßenverkehr!
Ampeln werden missachtet, Überholen rechts wie links möglich, Zebrastreifen sind nur Kosmetik und als Fußgänger eine Straße zu überqueren, erfordert eine Einweisung, viel Geschick und vor allem Mut und starke Nerven.
Aber man schafft es, man muss nur Teil des Wahnsinns werden und sich darauf einstellen.

Die klimatischen Bedingungen bei unserer Reise im Februar waren, bedingt durch die große Nord-Süd Ausdehnung des Landes (rund 1700 km) sehr differenziert. Im Norden (Hanoi) waren es ca. 20 - 25 Grad bei meist bedecktem Himmel  und einigen kurzen Regenfällen.
Danach in Hoi An (Mitte des Landes) war strahlender Sonnenschein bei rund 30 - 34 Grad vorherrschend.
Und zu guter Letzt hatten wir in Saigon und im Mekongdelta (im Süden liegend) brütend heiße 35 - 37 Grad bei bestem Sonnenschein.
 
Organisation der Reise:
 
Wir als Individualreisende habe uns diesmal in die Hände eines kleinen Asia- Reisen-Veranstalters gegeben und wurden nicht enttäuscht.
Es war im Prinzip ein organisierter Individualurlaub. Wenn wir mit einem Guide unterwegs waren oder ein Transfer anstand, waren wir max. 6 Personen. Also immer eine Privattour mit einem deutschsprachigen vietnamesischen Guide. Fast alle haben in der ehemaligen DDR studiert und kannten die Mentalität der Deutschen.
 
Folgende Leistungen waren für uns organisiert:
 
Gabelflug mit der Air France/Vietnam Airlines nach Hanoi und von Saigon zurück,
einen Inlandsflug von Danang nach Saigon mit der Vietnam Airlines,
Zugfahrt von Hanoi nach Danang im Schlafwagen,
zweitägige Bootsfahrt in die Halong Bucht,
Tagestour in Hanoi incl. Kulturstätten, Cyclo-Tour(Rikschafahrt) sowie Besuch des Wasserpuppentheaters,
Tagestour Cu Chi Tunnel,
Tagestour Mekongdelta incl. Transfer, Booten, Fahrrädern, Mittagessen usw.
Des weiteren alle Transfers zu den Hotels, Flughäfen, Bahnhöfen so wie nach Halong per Auto oder Sprinter.
Hotels in Hanoi, Hoi An und Saigon in guten 3 Sterne Häusern.
 
Außerhalb der Touren hatten wir immer genug Zeit, alleine Aktivitäten zu planen. Man hatte nie den Eindruck, das es einen erdrückt.
Alles in allem eine sehr gute Alternative für eine zweiwöchige Tour mit perfekter Organisation durch Asiatours zu einem super Preis. Hätten wir alles einzeln gebucht, wären wir nicht günstiger hingekommen.
 
Hier die Kontakt-Links:
 
www.emmhotels.com    /Hoi An
 
Tour Karte


Street Food zum selber Grillen

streicheln soll Glück bringen
 
In der Halong Bucht


Mekong Delta


















 

Samstag, 23. Februar 2019

Vietnam 13. Tag, Saigon und Rückreise

Unsere Reise geht nach gut 2 Wochen so langsam dem Ende zu. Aber nicht ohne mit unseren vier lieben Schweizern, den Abschluss zu feiern. Meist hatte sich unsere kleine Gruppe, außerhalb der Touren am Abend im Gewirr der Städte verloren. Doch heute wurde dann Abschied von Vietnam gefeiert.
Am nächsten morgen ging es für uns dann zum Flughafen, und weiter mit der Air France in einem 13 Stündigen Flug nach Paris. Dort sind wir mit etwas Verspätung angekommen, so das es schon knapp wurde unser kleines Flugzeug (Embraer 170 mit rund 70 Plätzen) nach Frankfurt zu erwischen. Es hat aber geklappt, nur das Gepäck hat es leider nicht mehr geschafft. Wird aber nach Hause geliefert (Soll aktuell schon in Frankfurt sein).
Morgen gibt es noch einen ausführlichen Bericht über unsere Vietnam Tour.....
 
Tour Guide Hoan (Schäng) sagt Tschüss

Letztes Essen in Saigon
 
Deutsch-Schweizer Mini Reisegruppe
 
Letzter Blick auf  die Skyline Saigons


Die Air France wartet schon auf uns
 

Donnerstag, 21. Februar 2019

Vietnam 12. Tag, Cao-Dai Tempel, Mekong Delta

Heute ging unsere Tour in südwestliche Richtung in die Nähe zur kambodschanischen Grenze. Nach mehreren Fahrstunden mit dem Auto erreichten  wir den Cao-Dai Tempel. Wunderschöner Tempel im dem u.a. Buddhismus, Hinduismus und sogar Christliche Glaubensrichtungen vereint sind. Eine spez. Religionsgemeinschaft hatte dort Jahrhunderte eine Art Vatikanstaat aufgebaut.
Danach ging die Fahrt weiter mitten ins Mekong Delta zu der Stadt Cai-Be der als Startpunkt für die Fahrt mit einem Sampans (ein für Vietnam traditionelles Boot) dient. Die Fahrt ging dann erst einmal über den Mekong, dessen Quelle im Himalaja liegt und der sechst größte Fluss der Welt ist.
Danach bogen wir ab und befuhren einige Nebenarme dieses von unzähligen Kanälen durchsetzen Fluss-Deltas.
Wir hatten sogar Fahrräder mit auf dem Boot und konnten uns mit den Rädern auf einer Insel das einfache Leben der Bauern und Händler anschauen.
Zwischenzeitlich mussten wir sogar unser Boot, bedingt durch niedrigen Wasserstand, verlassen und auf Ruderboote umsteigen, um die Strecke zu überwinden.
Alles in allem ein schöner, langer Tag, der uns wiederum sehr viele neue Eindrücke vom Leben im Vietnam brachte.
 
Cao-Dai Tempel

Sampans (trad. Boot)

Schwimmende Märkte

kath. Kirche im Hintergrund

Leben am Mekong

Schnapsherstellung

Mekong

Wohnen am Mekong

Seitenarme des Mekong

Herstellung von Reisblättern

Dachdeckerbetrieb für Schilfdächer

Sampans und Ruderboot

Bootsführer

Leben am Fluss

Fischer

Mittagessen

Transport mit lebenden Fischen
 

Mittwoch, 20. Februar 2019

Vietnam 11. Tag, Cu-Chi Tunnelsystem

Heute ging unsere Reise in nordwestliche Richtung nahe der kambodschanischen Grenze. Unweit davon gelegen, mitten im Dschungel, ist die Region Cu-Chi. Dort lieferten sich im Vietnamkrieg die Amerikanischen Streitkräfte mit den Vietcong Partisanen (örtl. Widerstandskämpfer) einen unerbittlichen Kampf. Die von den Waffen her völlig unterlegenen Vietcong bauten unter anderem Fallen und Gruben und legten überall selbstgebaute Minen aus. Um dem Luftkampf  nicht völlig ausgeliefert zu sein, bauten sie ein Tunnelsystem.
Diese Tunnel wurden im Lehmboden von Hand gegraben. Es entstand ein faszinierender und eindrucksvoller Nachlass. In unfassbaren 250 km (kein Schreibfehler) mit sich verbundenen Tunneln  lebten und versteckten sich die Vietcong.  Es gab mehrere Ebenen bis zu 10 m Tiefe. Belüftungen aus Bambusrohren und raffinierten Abluftschächten machten sie fast unsichtbar. Kleine Löcher im Boden dienten als Einstieg für 80 cm hohe und 40 cm breite Schächte.
Dieses Tunnelnetz ist der größte von Menschhand geschaffene Anlageverbund der Welt.
Wir waren in der für Besucher freigegebenen Ben Dinh Sektion. Man konnte Außenanlagen, Küchen, Kommandozentralen und vieles mehr besichtigen. Der Höhepunkt allerdings ist das Hineinkriechen in den inzwischen für Besucher ausgebauten Eingang und den etwas vergrößerten Schacht (ca. 100 cm hoch und 60 cm breit). Ein wahrlich beklemmendes Gefühl, mehrere Meter unter der Erde durch einen Lehmboden zu kriechen (bis zu 100 m weit möglich).
Auf den Fotos ist es, bedingt durch den Blitz, hell und stellt die Wirklichkeit nur sehr bedingt dar. In Wirklichkeit hatten wir kaum Licht und konnten nur durch mickrige Beleuchtung und Taschenlampenlicht etwas erkennen. Das war wirklich nichts für Klaustrophobiker (Menschen mit Platzangst), so eine lange Strecke durch den Lehmboden zu kriechen.
Wir haben tief durchgeatmet und uns dieses einzigartige Erlebnis getraut. Es war ein unvergessliches Abenteuer.
An dieser Stelle ein Lob an unseren deutschsprachigen einheimischen Guide, Namens Hoan (den ich allerdings Schäng taufte), der uns auf unserer Privattour, mit nur 6 Personen begleitet. Er ist so lustig und glänzt wirklich mit seinem Fachwissen.
Wir freuen uns schon auf morgen, wenn wir mit ihm den ganzen Tag ins Mekongdelta fahren.
 
Am Nachmittag, besuchten Petra und ich noch das Historische Museum von Saigon, das sensationelle Ausstellungsstücke aus allen geschichtlichen Epochen beheimatet.
 
Dschungel an der Kambodschanischen Grenze
 
 
 

von oben nach unten gewachsene Wurzel eines Baumes
Saigon River
Tunneleinstieg

 

Belüftungen des Tunnelsystems
Oberste Ebene 2 m unter der Erde

 
Hinein ins Vergnügen



Enge im Schacht

Küche


Abluftsystem für die Küche
Eingänge ins Tunnelsystem

klitschnass geschwitzt beim Ausstieg
Fallen der Vietcong


Hoan (Schäng), unser Guide
Im Hist. Museum von Saigon